Heizungs-Dschungel – Das beschäftigt unsere Kunden
Fragen & Antworten rund um das Thema Wärmepumpe
Heizungs-Dschungel – Das beschäftigt unsere Kunden
In vielen Wohnhäusern der Region steht ein Austausch der Heizungsanlage an. Dabei stellt sich für Hausbesitzer die Frage, unter welchen Bedingungen sich eine Wärmepumpe lohnt und welche staatlichen Förderungen verfügbar sind. Die wichtigsten Informationen und Antworten sind hier übersichtlich zusammengefasst.
Wie hoch ist die Förderung beim Austausch einer Ölheizung?
Wenn Sie Ihre alte Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen und Ihr jährliches zu versteuerndes Einkommen z. B. unter 40.000 Euro liegt, können Sie eine Förderung von bis zu 70 Prozent der Kosten erhalten.
Diese Förderung setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:
- 30 Prozent Grundförderung
- 20 Prozent zusätzlicher Bonus für den Austausch einer alten Ölheizung
- 20 Prozent Einkommensbonus für Haushalte mit geringerem Einkommen
Die maximale Fördersumme bezieht sich auf Investitionskosten bis zu 30.000 Euro. Somit können Sie einen Zuschuss von bis zu 21.000 Euro erhalten.
Funktioniert eine Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung?
Ja, der Einsatz einer Wärmepumpe ist auch ohne Fußbodenheizung in vielen Fällen möglich. Besonders in älteren Gebäuden kann es jedoch erforderlich sein, zusätzliche energetische Verbesserungen vorzunehmen.
Entscheidend ist, ob die vorhandenen Heizkörper auch bei niedrigeren Vorlauftemperaturen genügend Wärme liefern können. Eine sogenannte Heizlastberechnung durch Fachleute hilft dabei, festzustellen, ob die vorhandene Heizungsanlage geeignet ist oder ob einzelne Heizkörper ausgetauscht werden sollten, um eine bessere Wärmeabgabe zu erreichen.
Außerdem kann ein praktischer Test durchgeführt werden: Dabei wird die Vorlauftemperatur der Heizung auf etwa 55 Grad gesenkt. Wenn die Räume auch bei niedrigen Außentemperaturen ausreichend warm bleiben, ist der Betrieb einer Wärmepumpe in der Regel gut möglich.
Ist der Betrieb einer Wärmepumpe mit einer Einrohrheizung möglich?
Ja, auch eine Einrohrheizung kann grundsätzlich mit einer Wärmepumpe betrieben werden. Allerdings sind dafür technische Anpassungen notwendig, um eine effiziente Funktion zu gewährleisten.
Dabei muss das Heizsystem hydraulisch optimiert werden. Das bedeutet unter anderem, dass spezielle Regulierventile eingebaut werden, um den Wasserdurchfluss besser zu steuern und unnötige Dauerzirkulationen zu vermeiden. Zusätzlich muss der Volumenstrom richtig eingestellt werden.
Um die Effizienz weiter zu verbessern, können Rücklauftemperaturbegrenzer oder Raumthermostate eingesetzt werden. Diese helfen dabei, die Rücklauftemperatur niedrig zu halten, was für den wirtschaftlichen und effizienten Betrieb einer Wärmepumpe besonders wichtig ist.
Wie beantrage ich die staatliche Förderung?
Bevor Sie eine Förderung beantragen können, müssen Sie zunächst eine qualifizierte Energieeffizienz-Expertin, einen Energieeffizienz-Experten oder ein Fachunternehmen beauftragen. Diese erstellen eine notwendige Bestätigung, die für den Förderantrag erforderlich ist.
Zusätzlich müssen Sie bereits einen Vertrag über die Lieferung und Installation der Wärmepumpe abgeschlossen haben. Dieser Vertrag muss jedoch eine Bedingung enthalten, dass er nur gültig ist, wenn die Förderung bewilligt wird.
Im nächsten Schritt registrieren Sie sich im Onlineportal „Meine KfW“. Dort können Sie anschließend den Antrag auf Förderung einreichen.
Wer kann die Förderung beantragen, wenn das Haus überschrieben wurde?
Die Förderung für eine Wärmepumpe kann nur von der Person beantragt werden, die aktuell Eigentümer des Hauses ist. Da das Gebäude bereits auf Ihre Kinder überschrieben wurde, sind diese als neue Eigentümer für die Antragstellung berechtigt. Die Höhe der Förderung hängt dann von deren persönlicher Situation und den geltenden Förderbedingungen ab.
Wie wirken sich neue Gesetze auf Förderungen aus?
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es noch keine genauen Informationen darüber, wie die zukünftigen Förderprogramme im Detail aussehen werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Staat weiterhin Maßnahmen zur energetischen Sanierung und den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme unterstützen wird.
Allerdings ist unklar, ob die Förderbedingungen künftig genauso vorteilhaft bleiben wie bisher. Deshalb ist es ratsam, geplante Sanierungsmaßnahmen möglichst bald umzusetzen und den Förderantrag frühzeitig zu stellen, um von den aktuell guten Fördermöglichkeiten zu profitieren.
Bitte informieren Sie sich über den jeweils aktuellen Stand direkt auf den offiziellen Webseiten der zuständigen Institutionen.
